Universität Potsdam

Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Electronic Government (LSWI)

Der Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Electronic Government (LSWI) der Universität Potsdam ist Bestandteil der Betriebswirtschaftslehre an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät und des Institutes für Informatik der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät. Die Arbeitsschwerpunkte in der Forschung sind interdisziplinär ausgerichtet und die Forschung ist in folgenden Forschungsgruppen organisiert: „Wissen, Lernen, Bilden“, „Wandlungsfähigkeit“ und „Prozesse gestalten“. In der Lehre und Forschung werden technologische und organisatorische Gestaltungsoptionen zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und zur Produktivitätssteigerung von öffentlichen Einrichtungen vermittelt. Um den Anwendungsbezug zu sichern, steht der Lehrstuhl in enger Kooperationen mit Praxisunternehmen unterschiedlicher Größe und Branchenzuordnung.

Im Hinblick auf die Forschungsarbeiten im Projekt kann der LSWI Erfahrungen und Ergebnisse vergangener Projekte direkt nutzen. Insbesondere die Arbeiten am  BMBF-Projekt Open Innovation in Life Sciences dienen hierzu als theoretische und praxisnahe  Ausgangsbasis. Im Projekt wurde u.a. der Wissens- und Informationsaustausch in "Open Innovation"-Projekten in drei KMU untersucht sowie ein umfassendes Open Innovation Managementkonzept und –Tool erarbeitet. Weiterhin wurde eine empirische Untersuchung durchgeführt, durch die die Wichtigkeit externer informeller Beziehungen in Innovationsprozessen und die Notwendigkeit der Strukturierung der Übertragung des gewonnenen Wissens von den einzelnen Gatekeepern in die Organisation erfasst und bestätigt wurde (vgl. Vladova/Adelhelm, 2009). Von Bedeutung für den Projektantrag ist ebenso die aktuelle Forschung im AIF-Projekt "Open Network" (IGF-Vorhaben Nr. 408 ZBG / 2). Die Hauptschwerpunkte dieser Forschung betreffen den Aufbau und Gestaltung von sozialen Netzwerken, den Einfluss von Wissen und Personen in den Netzwerken, die Kontrolle und Steuerung der Netzwerke sowie den Nutzen und Auswirkungen von Netzwerken (Vladova/Weber 2013, 2013a). Direkte Anwendung bekommen auch die Ergebnisse aus dem BMBF-Projekt PROTACTIVE. Diese bilden die Grundlage für die Analyse der Netzwerkbeziehungen bezgl. des Schutzes vor ungewolltem Wissensabfluss im Rahmen des Austausches mit externen und internen Akteuren (Bahrs, Vladova, Gronau 2010). Die im Rahmen des Projektes entwickelte Methode der Informations- und Wissensschnittstellen kann in diesem Vorhaben genutzt werden, um die Risiken des ungewollten Wissensabflusses zu analysieren. 

Weitere relevante Projektreferenzen, insbesondere auch bezüglich der Personal-, Organisations- und Kompetenzentwicklung sind: Qubis (Fohrholz/Gronau, 2012), QMwiGP (Heinze/Geers, 2009; Heinze/Hake, 2010;  Gronau/Jochem/Heinze. 2010; Jochem/Geers/Heinze, 2010), M-WISE (Bahrs/Gronau, 2005; Bahrs/Müller, 2005; Fröming/Schmid/Gronau, 2006; Gronau/Müller, 2005).